Ohne ein vereintes Europa schwindet auch die Bedeutung Deutschlands in der Welt

By Alexander Schreiner, 15. Januar 2013

Unter ihnen die Abgeordneten Elisabeth Jeggle MdEP, Josef Rief MdB, Peter Schneider MdL, Landrat Heiko Schmid, sowie fast die komplette Verwaltungsspitze der Stadt Biberach mit dem frisch vereidigten Oberbürgermeister Norbert Zeidler. Prominenter Hauptredner des Abends war der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg und aktueller EU Kommissar für Energie, Günther Oettinger.

“In der Europäischen Schuldenkrise ist Deutschland nicht die Lösung, sondern Teil des Problems”, so Oettinger am Anfang seiner mitreißenden Rede. Gegen die vielfache Wahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland, schwindet die Bedeutung Deutschlands mit bald lediglich 1% der Weltbevölkerung immer mehr. Europa hat jetzt noch die Chance die Stellung als Dritter, der “Großen Drei” (G3), in der Welt einzunehmen. Bald wird diese Stelle jedoch von anderen, größeren und vor allem auch jüngeren  Nationen beansprucht. Deutschland ist im Schnitt der älteste Staat Europas mit einem Durchschnittsalter von 44,8 Jahren. Zum Vergleich: Die Türkei hat ein Durchschnittsalter von 29 Jahren.

Es ist an der Zeit die Fehl-Allokationen in der Solarenergie zu beenden und dort zu investieren wo es Klima- bzw. Sonnenstunden- Bedingt auch Sinn macht. “Ein Landwirt im Allgäu würde ja auch nicht auf die Idee kommen Orangen anzupflanzen”, so Oettinger in seiner Rede. Wir müssen endlich unsere Europäischen Stärken mit unseren Partnerländern im Süden ausnutzen.

Wir dürfen uns nicht Ideologischen Träumen hingeben und glauben, dass nur weil wir nun auf Atomkraftwerke verzichten wollen, wir in Deutschland von heute auf morgen nicht mehr auf Atomstrom angewiesen sind. Oettinger weiter: “Auch in 20 Jahren wird noch Atomstrom in Deutschen Stromnetzten fließen, dass dieser dann aus Frankreich oder Polen zu uns kommt ist ihm nicht anzusehen”.

“Umso wichtiger wird deshalb auch eine für alle Mitgliedsstaaten verbindliche und einheitliche Reglung im Umgang mit der Kernenergie”, so Oettinger. Nur so können wir eine weitest gehende Sicherheit in den Atomanlagen rund um uns herum vorantreiben.